Plitvicer Seen

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    • Plitvicer Seen

      Hallo,
      habe eine ziemlich schwere Frage an euch. Ich habe eine Facharbeit über die Plitvicer Seen geschrieben. Nun wollte ich eine Art Versuch machen, der die Entstehung dieser Kalkbarrieren bei den Seen zeigt. Habe mal einen Auszug von Wikipedia kopiert. Vielleicht könnt ihr mir danach sagen, wie ich vielleicht einen Versuch gestalten könnte. ?(

      Wikipedia:

      Die Seenlandschaft der Plitvicer Seen inmitten der Karstlandschaft verdankt ihre Entstehung der Ablagerung von in Karstgewässern reichlich vorhandenem Kalk.

      Durch das im Regenwasser gelöste Kohlendioxid (CO2) bildet sich Kohlensäure (H2CO3), die im an Mineralen sehr reichen Karstboden vor allem Kalkstein, aber auch Dolomit – CaMg(CO3)2 – auflöst. Letztlich sind die Karstgewässer übersättigt mit Kalzium-Bicarbonat (Ca(HCO3)2) und Magnesium-Bicarbonat. Wenn das Wasser wieder an die Oberfläche tritt und aufgewirbelt wird, lagern sich kleine Kristalle ab: Es entsteht Kalksinter (CaCO3).

      Habt ihr Ideen, was ich da vielleicht machen könnte?
      Wäre wirklich super wichtig!
      Danke schon mal!
      lg trinchen! :)
    • nur durch kalksinter würden sich keine festen barrieren bilden. zumindest nicht diese.
      wichtig sind die Grünpflanzen, die teilweise im wasser sind und diesem CO2 entziehen, wodurch sich lösungsverhältnisse ändern und eben kalkstein an grünpflanzen entsteht.

      mit experimenten zu haus wirds da etwas diffizil. das fängt damit an, dass du die konzentrationen in deiner experimentallösung mit hausmitteln eher schwer und dann auch nich "rein" herstellen kannst.

      du müsstest Calciumbicarbonat besorgen und das zusammen mit viel CO2 in Wasser lösen.
      dann eine Moospflanze teilweise in die Lösung geben und warten. und zwar schätzungsweise 10 Wochen (?)

      hm. also mit herkömmlichem Mineralwasser und Backpulver bekommst das auch nicht wirklich hin. wobei es auch n versuch wert wäre. denn in den Plitvicer seen ist auch nur so viel CO2 gelöst, dass es mit der umbebungsluft ein gleichgewicht bildet...
      hm. Backpulver hat aber leider kein Ca, sondern nur Na. für Kalkstein brauchts aber Ca...
    • kannst du nicht kalkpulver (zB gemahlene eierschalen) in das mineralwasser geben und einen moment warten, bis sie sich im mineralwasser gelöst haben?
      (wenn gemahlen, grössere oberfläche und schneller gelöst)

      wenn das ginge, würde ich den versuch gerade in der flasche machen, damit die co2 konzentration höher ist und bei möglichst hoher temperatur (bei 15-25°).

      denn in den Plitvicer seen ist auch nur so viel CO2 gelöst, dass es mit der umbebungsluft ein gleichgewicht bildet...

      schlussendlich ist aber doch mehr co2 drin, weil sich die konzentration ständig wieder regeneriert.
      -> du regulierst die konzentration am besten selber

      werds gleich selber versuchen :)
    • Original von marmorera
      wenn das ginge, würde ich den versuch gerade in der flasche machen, damit die co2 konzentration höher ist und bei möglichst hoher temperatur (bei 15-25°).


      Soweit ich weiß ist die Löslichkeit von CO2 in Wasser stark temperaturabhängig. Das zeigt sich so, dass in 0 °C kaltem Wasser doppelt soviel CO2 gelöst werden kann als bei 20 °C.

      Außerdem spielen Druck und pH-Wert eine entscheidene Rolle
    • wahrscheinlich bildet das dann einen konflikt. die pflanzen binden nur bei höherer temperatur genügend co2, um eine kalkablagerung in akzeptabler frist zu beobachten. bei einer höheren temperatur kann deiner theorie zufolge jedoch nicht genug kalk im wasser (weil zuwenig co2) gelöst werden, um eine anschauliche kalkablagerung inner nützlicher frist zu erreichen.

      es gibt also eine glockenkurve der ablagerung/temperatur. ich denke aber nicht, dass der prozess bei dieser temperatur auch nur annähernd genug schnell für den gewünschten effekt würde.

      von dieser site entnehme ich:
      Korallen [vergleichbar mit deinem versuch] wachsen im Durchschnitt zwischen 5 bis 200 Millimeter pro Jahr


      und dann steht da noch:
      Die Kalkbildungsrate beträgt bei rezenten Korallen am Tage das Zehnfache gegenüber der Nacht.

      wenn du deinen versuchsbehälter rund um die uhr stark beleuchten würdest, könntest du die kalkbildung also um den faktor 5 beschleunigen.

      ein versuch darfs wert sein. viel glück!