Der Ginkgobaum in Wittenberge - Der Heinrich Heine Platz

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      Der Heinrich-Heine-Platz in Wittenberge

      Zu den Besonderheiten im Stadtgebiet Wittenberges gehören 24 alte Ginkgobäume.

      Am Heinrich Heine Platz findet man ein fast geschlossenes Ensemble dieser Baumart. Die Pflanzung der Bäume erfolgte noch vor dem Bau des Realreformgymnasiums (Einweihung 20.04.1900), das sich noch heute in der Ernst-Thälmann-Straße/Sandfurttrift befindet

      Ginkgobaum
      Der Ginkgobaum wurde in Deutschland durch den um 1790 am Inspektorenhaus in Jena gepflanzten Baum bekannt. Johann Wolfgang von Goethe beschäftigte sich auf vielfältige Weise mit dem Ginkgobaum in seinen Werken.

      Der Baum ist die einzige Art. die sich aus dem Erdmittelalter bis in die Gegenwart erhalten hat und bereits vor 100 Millionen Jahren existierte. Darwin bezeichnete den Baum als living fossil (lebendes Fossil). Beheimatet ist der Baum im Fernen Osten, vermutlich China.

      Alle in Europa gepflanzten Bäume stammen von Exemplaren aus Ostasien ab. Die Bäume gehören zu den zweihäusigen Pflanzen, d.h. jeder Baum ist geschlechtlich. Hier wurden männliche und weibliche Exemplare gepflanzt. Pflaumenartige Früchte, die in ihrem Aufbau Kirschen ähneln, werfen im Herbst ihre gelben Samen ab. Die darin enthaltene Capronsäure hinterlässt einen unangenehmen Geruch nach ranziger Butter. Breit keilförmige Blätter sind charakteristisch für den Baum und werden im Herbst goldgelb abgeworfen.

      Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit gegenüber Schädlingen, Krankheiten und Abgasen wird der Ginkgo zunehmend in Städten angepflanzt. Die Baumart ist in der Lage feuchten Witterungen und langen Trockenzeiten standzuhalten.